Nachhaltig baden? In Wien ganz einfach!

Wer der Hitze der Stadt ein bisschen entfliehen möchte, rettet sich meistens in eines der städtischen Bäder. Aber: Wie nachhaltig sind die eigentlich?
Aktualisiert am: 05.07.2021
An einem sonnigen Tag liegt das leere Freibad im Gänsehäufel Bad friedlich umgeben von Bäumen.

Wasser ist ein Lebenselixier – gerade im Sommer. Nicht nur für uns, sondern vor allem für die städtischen Schwimmbäder. Davon gibt es dort reichlich und gerade deshalb muss man damit nachhaltig haushalten. Und das tut die Stadt Wien auch ganz bewusst. Schon seit mehr als zehn Jahren sind wir an elf Standorten damit beauftragt, Energie- und Wassereinsparungsmaßnahmen zu erarbeiten. Der CO2-Ausstoß mindert sich dank dieser Verträge um 6.883 Tonnen pro Jahr.

Wasser: Gefiltert, nicht verschwendet

Unter anderem setzt man seither in vielen Bädern, wie dem Strandbad Alte Donau, auf spezielle Filtertechniken, damit überschüssiges Beckenwasser zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden kann. Das lohnt sich natürlich sehr: Seit dem Jahr 2000 wurden dank dieser Technik rund 1,6 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart.

Wohlfühl-Temperaturen dank Fernwärme und Solaranlagen

Wasser will aber nicht nur eingespart, sondern auch auf die richtige Temperatur gebracht werden. Auch im Sommer. Schließlich wollen die Besucher*innen ja nicht mit zitternden Lippen ihrem Badevergnügen frönen. Damit das Wasser eine angenehme Temperatur hat, kommt in 13 von 16 Wiener Bädern Fernwärme zum Einsatz. Fun Fact: Im Kongreßbad wird eine höhere Temperatur verlangt, das gelingt mit Fernwärme von Wien Energie. Durch die höhere Temperatur trainieren dort spezielle Vereine wie der Unterwasser-Rugby-Verein. Außerdem helfen Solaranlagen und EPDM-Matten dabei, das Beckenwasser aufzuheizen, so wie beispielsweise im Strandbad Gänsehäufel.

Nachhaltiges Ankommen und Verweilen

Auch in Sachen Strom gehen die Bäder sehr moderne Wege: Der wird über eigens montierte Photovoltaikmodule gewonnen.

Für einen nachhaltigen Aufenthalt sorgen die Bäder übrigens auch: Besucher*innen können vor Ort Müll trennen und umweltschonend anreisen. Nicht nur mit den Öffis oder dem eigenen Rad, sondern auch mit dem E-Auto: Von insgesamt mehr als 2.000 öffentlichen E-Ladestellen befinden sich viele direkt vor den Eingängen der städtischen Bäder. Während Sie also baden, tankt ihr E-Auto wieder auf. Praktisch.

Nachhaltig Baden in Wien » Wie Schwimmbäder Energie sparen